Wissenswertes zum Thema JHS Legal und #Die Mietmaschine #Vonovia

Vonovia-Mieter müssen nicht für Rechtsanwalt zahlen
(mvd) die Vonovia bzw. die von der Vonovia beauftragte Rechtsanwaltskanzlei, JHS Legal, darf keine vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten, die teils mehrere Hundert Euro betragen, von Mietern für Mahnungen verlangen.

Dieses gute und erleichternde Urteil für Vonovia-Mieter sprach nun das Landgericht Itzehoe am 19.06.2018 (Az. 9 S 74/16) und bestätigte damit die Auffassung des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V..

Die Richter zweifelten bereits daran, dass die Einschaltung einer Rechtsanwaltskanzlei bei einfachen Mahnungen überhaupt erforderlich und zweckmäßig ist.

Für die einfachen Mahnschreiben, ohne Auseinandersetzung mit nicht ganz unkomplizierten Rechtsfragen, wie Hintergründen zu Betriebs- oder Heizkostenabrechnungen, hat die Vonovia kein Recht, die Erstattung von vorgerichtlichen Anwaltskosten zu verlangen.

Ähnlich urteilten auch bereits die Amtsgerichte in Stuttgart und Dortmund (Az. AG Stuttgart 33 C 5189/16 und AG Dortmund 412 C 10756/13).

Katrin Kroupová vom Mieterverein Dresden teilt dazu mit, dass ein Großvermieter mit eigener Buchhaltungs- und Rechtsabteilung, wie die Vonovia, verpflichtet ist, einfache Mahnschreiben selbst zu erstellen.

Mieter müssen nicht zusätzliche Anwaltskosten dafür übernehmen. Mieter sollten sich jedoch bewusst sein, dass Mahngebühren in üblicher Höhe durch den Vermieter berechnet werden können, wenn tatsächlich ein Zahlungsrückstand besteht.

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